Projekte

  •  Konversionalisierung der frühneuzeitlichen Literatur und Kultur

Das Projekt zielt darauf, die historischen Veränderungen in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit mittels Konversionsdynamiken zu beschreiben und so die Folgen der Reformation für die Ausdifferenzierung der Künste und Literaturen in der Frühen Neuzeit kulturtheoretisch und medienanalytisch fundiert darzustellen. Ergänzt werden soll das Projekt durch wissenschaftsgeschichtliche Rekonstruktion des Konfessionalisierungsparadigmas in der germanistischen Literaturgeschichtsschreibung seit dem 19. Jahrhundert.

 

  • Philologie der Performanz

Mittels der Erschließung der Theatergeschichtlichen Sammlung des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der CAU Kiel und unter Berücksichtigung des Despositums Moritz Rinke an der JLU Gießen soll ein philologisch fundierter Zugriff auf 'Theatertexte' entwickelt werden. Er zielt darauf, die in literaturwissenschaftlichen Studien zu Dramatik und Theater üblicherweise fehlende Berücksichtigung performativer Dimensionen bereits bei der Textanalyse zu verankern.

 

  • Das Gegenwartstheater als Teil des Literaturbetriebs

Ausgehend von literaturtheoretischen Überlegungen der Studie "Postskriptum Peter Szondi" soll die Hinwendung des Gegenwartstheaters zum Drama in den letzten ca. 20 Jahren als Gegenreaktion zum sog. postdramatischen Theater (Hans-Thies Lehmann) untersucht werden. Dieses Projekt wird theoretische Ansätze aus dem Projekt zur Philologie der Performanz aufnehmen und für die Gegenwartsliteratur überprüfen. 

 

  • Akademische Streitkultur der Gegenwart

Aufbauend auf den Arbeiten des DFG-Netzwerks zur gelehrten Polemik in der Frühen Neuzeit und der Aufklärung soll das akademische Streiten in der Gegenwart unter den sich rasant verändernden medialen Bedingungen des Wissenschaftsbetriebs und seiner sozialen und juristischen Rahmungen (z.B. im Bereichs des Urheberrechts) untersucht werden. Die Forschungen hierzu sollen historisch vergleichend erfolgen und so forschungsstrategisch direkt anschlussfähig an die Studien des DFG-Netzwerks sein.