Farben Kopfbereich 1
 Suchen Sitemap Kontakt Impressum
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Neuere Deutsche Literatur und Medien
Benutzerspezifische Werkzeuge

Lebenslauf

Hans J. Wulff: Akademischer Lebenslauf

Prosaisch:
*1951.
Abitur 1971.
Studium der Mathematik und Physik, Pädagogik, Ethnologie, Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte (und einiger Exkurse in weitere Fächer).
Magister 1978 (in Allgemeiner Sprachwissenschaft); Thema: Un­tersu­chun­gen zu den semantischen Re­lationen zwi­schen Titeln und Texten.
Promotion 1983 (in Pädagogik); Thema: Konzeptuelle Modelle, semanti­sche Analyse und Wissen. Ein Beitrag zur 'struk­turalen Lernge­schichte' am Beispiel von Konzeptio­nen der psychi­schen Krank­heit im Film.
Habilitation 1997 (in Theaterwissenschaft); Darstellen und Mitteilen. Unter­suchungen zu einer Semiotik des Films; Venia legendi: Theaterwissenschaft/Film­wissenschaft.
1978-1986: Leitung des Kommunalen Kinos Ibbenbüren.
1984-1986: Leitung der Einführungsphase des lokalen Fernsehkanals „kanal 4" (Ibbenbüren).
Assistent an der FU Berlin, Institut für Semiotik und Kommunikationstheorie, 1986-1990; danach als Wissenschaftlicher Rat am gleichen Institut (1990-1995). Danach Wechsel zum Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin (1995-1997).
Seit 1997, Professor für Medienwissenschaft im Institut für Literaturwissenschaft der Christian-Albrechts-Uni­versität zu Kiel.

Oder nicht-prosaisch:
Hans J. Wulff, Jahrgang '51, Provinzbewohner. Ausbildung als Linguist, Philosoph, Pädagoge. Aus Liebe zur Sache: seit 1974 verstrickt mit Film- und Fernsehwissenschaft. Aus Überzeugung: Lehrer, Rationalist und Aldi-Käufer. Bücher über die Textsemiotik des Titels, die Dar­stellungen gewalttätiger Interaktion, die Geschichte der Psychiatrie im Film. Dann ein größeres Opus zur Filmtheorie. Seit vielen Jahren geplant: ein längeres Stück zur Fernsehtheorie. Sammler und Enzyklopädist - also zahlreiche bibliographische Arbeiten. Herausgeber der "Film Theory", neuerdings der "Montage/AV". Gründungs- und immer noch aktives Mitglied des Münsteraner Arbeitskreises für Semiotik. Lange Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Film- und Fernsehwissenschaft. Nicht mehr in Münster, wo er studierte, nicht mehr in Ibbenbüren, wo er Filme gezeigt hat und mit arbeitslosen Jugendlichen arbeitete, auch nicht mehr an der Freien Universität Berlin, deren Studenten er zwölf Jahre zu schätzen wußte und die er mit einer Träne verließ. An der er Mitstreiter und immer neue Themen fand, so daß er die Grenzen der Fächer durchlässiger machen konnte. Wissenschaftliche Arbeiten über Suspense, weil er Hitchcock schätzt. Über die Figuren im Film, weil er nicht glauben mag, daß es Nachbarn sind, denen wir auf der Leinwand begegnen. Über Alf, weil er das Fernsehen als intellektuelle Herausforderung schätzt. Er weiß das Internet zu schätzen, das ihn von morgens bis abends begleitet. Darum auch das Anliegen, von den Regalbrettern herunterzukommen: Arbeit an einem Online-Sachlexikon des Films. Mit der Untersuchung des Einfühlens soll es weitergehen, weil er sich nicht erinnern kann, sich je im Kino identifiziert zu haben. Überzeugt, daß außer Frage ist, daß Film auch eine Kunst ist. Im Lauf der Jahre: Ungezählte und wechselnde Nebentätigkeiten. Als Leiter eines Kommunalen Kinos, als Vater, als Filmemacher, als politischer Erwachsenenbild­ner. Das "J." hinter dem "Hans" steht sowohl für "Jürgen" nach dem Willen der Eltern wie für "James" nach dem einiger Zeitgenossen (die einzige Spur, die die Zeit in den Namen ritzte).

Artikelaktionen
erstellt von Olaf Koch zuletzt verändert: 25.09.2007 15:49