Sonderregelung zur Anwesenheitspflicht während der Pandemie

 

Regelung für das Wintersemester 2020/2021

 

Der Fachprüfungsausschuss Deutsch hat auf der Grundlage der Paragrafen 4 und 5 der „Corona-Satzung Studien- und Prüfungswesen – 2020“ (http://www.studservice.unikiel.de/sta/corona-satzung-studien-und-pruefungswesen-2020.pdf) für Lehrveranstaltungen, die digital oder in Analog-digital-Hybridformen (sog. blended learning) durchgeführt werden und für die laut FPO Deutsch/Medien in der herkömmlichen Lehre eine Anwesenheitspflicht gilt, folgende Regelung erarbeitet, die die Direktorien des Germanistischen Seminars und des Instituts für Neuere deutsche Literatur und Medien verabschiedet haben. Die Regelung gilt zunächst für das Wintersemester 2020/21.

 

  1. Digitale oder analog-digital-hybride Lehrveranstaltungen in Form von Live-Streaming finden grundsätzlich zu den im Lehrveranstaltungsverzeichnis ausgewiesenen Zeiten statt. Die in der Prüfungsordnung Deutsch/Medien (http://www.studservice.unikiel.de/sta/fachpruefungsordnung-deutsch-medienwissenschaft-bachelor-master-2- faecher-niederdeutsch-ergaenzungsstudium.pdf) festgelegte Anwesenheitspflicht wird durch regelmäßige Teilnahme an den Videokonferenzen erbracht. Konkretere Angaben zur medialen Form der virtuellen Anwesenheit (Bild und Ton, nur Ton, nur Bild) können in der Lehrveranstaltung vereinbart werden. Weist ein Student/eine Studentin nach, dass eine Teilnahme (z.B. wegen fehlender technischer Voraussetzungen) nicht oder nur in eingeschränkter Weise möglich ist, können Ersatzleistungen in bestimmtem Umfang vereinbart werden (siehe Punkte 3 und 4).
  2. Die Dateien für digitale oder analog-digital-hybride Lehrveranstaltungen in Form von On-demand-Streaming werden zu den im Lehrveranstaltungsverzeichnis ausgewiesenen Zeiten bereitgestellt. Die in der Prüfungsordnung Deutsch/Medien (http://www.studservice.uni-kiel.de/sta/fachpruefungsordnung-deutschmedienwissenschaft-bachelor-master-2-faecher-niederdeutschergaenzungsstudium.pdf) festgelegte Anwesenheitspflicht wird durch regelmäßige Rückmeldungen an die Dozentin/den Dozenten erbracht. Konkretere Angaben zur medialen Form der Rückmeldungen (Protokoll, Aufgabenbearbeitung u.a.) können in der Lehrveranstaltung vereinbart werden. Weist ein Student/eine Studentin nach, dass eine Teilnahme (z.B. wegen fehlender technischer Voraussetzungen) nicht oder nur in eingeschränkter Weise möglich ist, können Ersatzleistungen in bestimmtem Umfang vereinbart werden (siehe Punkte 3 und 4).
  3. Im Falle von überwiegend asynchronen digitalen Lehrformen (z.B. Präsentation und didaktische Aufbereitung der Lehrinhalte und Materialien über Lernplattformen) wird die in der Prüfungsordnung Deutsch/Medien (http://www.studservice.unikiel.de/sta/fachpruefungsordnung-deutsch-medienwissenschaft-bachelor-master-2- faecher-niederdeutsch-ergaenzungsstudium.pdf) festgelegte Anwesenheitspflicht durch geeignete schriftliche Ersatzleistungen erbracht (z.B. Aufgabenbearbeitung, virtuelle Referate, Foreneinträge, kollaboratives Schreiben usw.). Konkretere Angaben zur medialen Form der Ersatzleistungen können in der Lehrveranstaltung vereinbart werden.
  4. Die grundsätzliche Regelung der in der Prüfungsordnung Deutsch/Medien festgelegten Anwesenheitspflicht bleibt bestehen (§ 11 [4]; sog. 2+2-Regelung). Über diese max. vier Fehlzeiten hinaus können max. zwei Fehlzeiten bei Live-Streaming (Punkt 1) bzw. max. zwei nicht erbrachte Rückmeldungen (Punkt 2) durch geeignete Ersatzleistungen kompensiert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Beschluss des Fachprüfungsausschusses Deutsch nicht auch auf die Begleitseminare zum Praxissemester zu beziehen ist. Für die Module ME-L FdPrax und ME-S FdPrax werden gesonderte Regelungen getroffen.
  5. Geeignet sind insbesondere schriftliche Ersatzleistungen, die es ermöglichen, die mit der Anwesenheitspflicht verbundenen Lernziele (vgl. FPO § 11) zu erreichen: z.B. schriftliche Leistungen, mit denen erworbene analytische, methodische Kenntnisse praktisch angewendet und eingeübt werden oder Ersatzleistungen, die gemeinschaftliche Diskussionen ermöglichen (z.B. Foreneinträge, virtuelle Referate/Gruppenpräsentationen, kollaboratives Schreiben usw.).
  6. Das Erbringen von solchen Ersatzleistungen ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung. Der Workload zum Erbringen von Ersatzleistungen darf bei digitalen und hybriden Lehrformaten nicht höher sein als bei entsprechenden rein analogen Präsenzveranstaltungen.
  7. In Härtefällen, die eine Erfüllung der Anwesenheitspflicht verhindern, mögen sich betroffene Student*inn*en bitte an die Dozentin/den Dozenten richten, damit auch in diesen Härtefällen eine Teilnahme an der jeweiligen Lehrveranstaltung ermöglicht werden kann.

 

 

Regelung für das Sommersemster 2020

 

Im Fach Deutsch/Medienwissenschaft wird im Sommersemester 2020 die Anwesenheitspflicht als Voraussetzung zur Zulassung zur Prüfung formal aufgehoben. Zur Ausführung und Geltung dieses Beschlusses wurden folgende Punkte verabschiedet:

 

  1. Der Beschluss wird als eine durch die Corona-Pandemie bedingte Notlösung erachtet, die für das Sommersemester 2020 gilt; falls auch das Wintersemester 2020/21 ein (zumindest teilweise) digitales Semester werden sollte, sollen rechtzeitig zu Beginn des Semesters Ersatzleistungen gemäß § 4 bzw. 5 der Corona-Satzung definiert werden.
  2. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Beschluss nicht automatisch auch auf die Vorlesungen und auf die Begleitseminare zum fachdidaktischen Praktikum zu beziehen ist. Die Module PHF-deut-FD1 und PHF-deut-FD2 liegen im Profil Lehramt. Eine einheitliche Regelung für alle Fächer (die dieser hier formulierten Regelung wahrscheinlich entsprechen wird) wird im ZfL erarbeitet.
  3. Die Studierenden werden gebeten, sich während des Anmeldezeitraums bitte zu der jeweils intendierten Prüfungsleistung anzumelden. Dies gilt auch für die Leistung "Teilnahme".
  4. Grundsätzlich können die Lehrenden erbetene Ersatzleistungen mit Prüfungsleistungen verrechnen (z.B. geringerer Umfang von Klausuren, Hausarbeiten).