Populäre Literatur, Literaturvermittlung

Das Institut für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft verfügt über ein Archiv, das verschiedene Bestände in den Bereichen Institutionengeschichte, populäre Literatur und Literaturvermittlung  beinhaltet. Der Großteil der Bestände besteht aus der Theatergeschichtlichen Sammlung und der Hebbelsammlung. Die Entstehung des Archivs, das seit den 1920er Jahren existiert, geht zurück auf Eugen Wolff, dem Gründer des damaligen Königlichen Literaturwissenschaftlichen Seminars.

Die Theatergeschichtliche Sammlung umfasst unter anderem Theaterstiche von der Renaissance bis zur Gegenwart oder Bühnenbildentwürfe zur Uraufführung von Wagner-Opern am Königlich-Bayerischen Opernhaus zu München. Das Theater der klassischen Moderne ist vertreten durch zeitgenössische Photographien des Deutschen Theaters Berlin, Bühnenbildentwürfe Pirchans oder Hans Holtorfs Mappenwerke zu Shakespeare-Komödien. Die zeitgenössische Oper wird im wesentlichen repräsentiert durch Bühnenbildmodelle und Kostümentwürfe von Gottfried Pilz sowie Regiebücher verschiedener Regisseure.

Zur Hebbelsammlung, die als Ergänzung zum Hebbelmuseum in Wesselburen anzusehen ist, gehört ein Teil des Familiennachlasses, so Hebbels Bibliothek, persönliche Gegenstände, eine umfangreiche Korrespondenz mit Zeitgenossen und Hebbel-Erstausgaben.

Im weiteren umfasst die Sammlung einen großen Bestand an Theaterprogrammen verschiedener Spielstätten, insbesondere des norddeutschen Raumes, so des Kieler Schauspielhauses und der Kieler Oper. Diese beschränken sich jedoch weitestgehend auf ältere Jahrgänge (50er, 60er, 70er Jahre), die Spielzeiten der letzten Zeit sind nur noch sporadisch dokumentiert.

Verschiedene Inszenierungen des Kieler Theaters sind anhand von Fotographien zu rekonstruieren, die ebenfalls einen wesentlichen Bestandteil der Sammlung ausmachen.Darüber hinaus besitzt die Theatersammlung noch eine beträchtliche Anzahl an Handschriften von Literaten, Künstlern, Theaterdirektoren und Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Wenn Sie Fragen zur Theatergeschichtlichen Sammlung haben, wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Kai Bremer.