Dr. Maike Schmidt

Internationalisierung/Erasmus

Leibnizstraße 8, R. 330
Telefon: +49 431 880-3417
Telefax: +49 431 880-3673
mschmidt@ndl-medien.uni-kiel.de

Sprechstunde:

Nach Vereinbarung per E-Mail.

Aktuelles

 

Aktuelle Lehrveranstaltungen

 

 

Aktuelle Vorträge & Veranstaltungen

 

  • Vortrag: „Also muss ich erzählen, um es begreifbar zu machen“. Die Rückeroberung des Selbst in Thomas Melles Die Welt im Rücken (2016), gehalten am 8. Oktober 2021 im Rahmen der Tagung „Krankheit und Gesundheit in der Gegenwartsliteratur“ am 7. und 8. Oktober 2021 an der Universität Göteborg (Schweden).

 

  • Doktorandenworkshop im Hebbel-Museum Wesselburen am 1. und 2. September 2021

 

  • Jahrestagung der Hebbel-Gesellschaft am 28. und 29. August 2021
  • Vortrag: „Im Raum der unaufhörlichen Zeit“. Neurealistische Erzählverfahren in Sharon Dodua Otoos Roman "Adas Raum" (2021), gehalten am 27. Juli 2021 im Rahmen des IVG-Panels: „Nach der Postmoderne? Authentizitätskonzepte, Realitätshunger und neuer Dokumentarismus in der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart“ (Leitung: Prof. Dr. Sławomir Piontek, Dr. Maike Schmidt, Prof. Dr. Günther Stocker) vom 26. bis 28. Juli 2021 an der Universität Palermo (Italien)
     

Aktuelle Publikationen

 

  • Schmidt, Maike: Metahistorische Familienromane aus dem deutsch-polnischen Grenzraum: Sabrina Janeschs "Katzenberge" und Brygida Helbigs "Kleine Himmel". In: Artur Dariusz Kubacki, Isabel Röskau-Rydel (Hg.): Literatur und Kultur zwischen West und Ost. Imagination, Kommunikation und Wahrnehmung in regionalen Kulturräumen. Festschrift für Paul Martin Langner zum 65. Geburtstag, Göttingen 2021, S. 149-160.
  • Schmidt, Maike: „Eine Geschichte voller unglaublicher Wendungen, abenteuerlicher Gefahren und exotischer Versuchungen.“ Gattungskonventionen und -innovationen in Jonas Lüschers "Frühling der Barbaren". In: Sascha Kiefer, Torsten Mergen (Hg.): Gegenwartsnovellen. Literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Perspektiven im 21. Jahrhundert. Hannover 2021, S. 229-251.
  • Schmidt, Maike: Karl Ludwig Giesecke: A Playwright and Mineralogist in Greenland. In: Jan Borm, Joanna Kodzik (Hg.): German Representations of the Far North (17th-19th Centuries): Writing the Arctic. Cambridge 2020, S. 92-111.
  • Brylla, Wolfgang / Schmidt, Maike: Kulturelle Verflechtungen einer Grenzregion am Bei­spiel des deutsch-polnischen Regionalkrimis "Mord in der halben Stadt" (2014) von Sören Bollmann. In: Michael Düring, Maciej Junkiert, Krzysztof Trybuś, Rebekka Wilpert (Hg.): Polen und Deutsche in Europa: GrenzRäume. Beiträge zur internationalen Konferenz, 1. und 2. Dezember 2017, Kiel. Berlin 2020, S. 147-167.
  • Schmidt, Maike: Über Abgründe hinwegerzählen. Versepische Gattungskonventionen und -innovationen am Beispiel von Christoph Ransmayrs "Der fliegende Berg" (2006). In: Kai Bremer, Stefan Elit (Hg.): Forcierte Form Deutschsprachige Versepik des 20. und 21. Jahrhunderts im europäischen Kontext. Stuttgart/Weimar 2020, S. 241-260.

 

Aktuelle Projekte

 

 

Ankündigungen

 

Konferenz: Greenland observed from outside

Die Konferenz findet am 29. Oktober 2021 online statt.

Zum Programm

 

LeseLounge am 20.10. im Literaturhaus

Die »LeseLounge« ist ein Projekt des Literaturhauses Schleswig-Holstein e.V. dessen Ziel es ist, vor allem jungen Autoren und Musikern die Möglichkeit zu geben, neue Texte und Songs einem größeren Publikum vorzustellen, und umgekehrt eben diesem Publikum ein Forum zu bieten, in dem junge Gegenwartskultur erlebbar wird. In Doppellesungen werden junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren im Zusammenhang mit einer Musikperformance, die von einem Singer-Songwriter oder einer Band gestaltet wird, präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der CAU zu Kiel bietet die »LeseLounge« den Studenten die Möglichkeit, neben dem Studium bereits erste Praxiserfahrungen in der Literaturvermittlung und im kulturellen Veranstaltungsmanagement zu sammeln. Die Studierendengruppe ist mitverantwortlich für die Auswahl der Gäste und die organisatorische Durchführung der Abende und hat das Projekt zu einem großen Erfolg beim jüngeren Publikum Kiels werden lassen.

Studierende, die Lust haben, sich an der Gestaltung der LeseLounge aktiv zu beteiligen und neue Ideen einzubringen, werden gebeten, sich im Literaturhaus SH zu melden.

Am 20. Oktober wird die LeseLounge unter dem Motto  "Was ist Heimat und wo finde ich sie?" mit Cihan Acar, Nastasja Penzar und Musik von Jan Marxsen stattfinden.

Zum Programm der LeseLounge

 

Pressemitteilug der Hebbel-Stiftung

Am 22.3.2020 sollte in Wesselburen der Hebbel-Preis 2020 an die Schriftstellerin und Essayistin Berit Glanz verliehen werden. Die Laudatio sollte im Beisein der Preisträgerin die Kulturwissenschaftlerin Dr. Hanna Engelmeier (Kulturwissenschaftliches Institut Essen) im Hebbel-Museum halten. Pandemiebedingt musste die Feier ausfallen, so dass der Hebbel-Preis 2020, der großzügig von der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank eG unterstützt wurde, nicht persönlich überreicht werden konnte.

Der Vorstand der Hebbel-Stiftung freut sich sehr, nun zumindest mitteilen zu können, dass die Laudatio von Dr. Engelmeier zusammen mit der Begründung der Jury durch Prof. Dr. Kai Bremer (Universität Osnabrück) sowie die Dankesworte der Preisträgerin Berit Glanz im Hebbel Jahrbuch 2021 publiziert worden sind. Bezogen werden kann das Hebbel-Jahrbuch selbstverständlich über den Buchhandel oder direkt über die Hebbel-Gesellschaft.

Zur Pressemitteilung

 

CFP: Deutsche und polnische Frauenkrimis im Vergleich (Frankfurt/Oder)

Wissenschaftliche Tagung vom 19. bis 21. Mai 2022 veranstaltet durch die Universität Zielona Góra und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in den Tagungsräumen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) – mitfinanziert durch die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS)

Sowohl in der angloamerikanischen als auch in der russischen Literaturwissenschaft hat das Genre Frauenkrimi eine breite Rezeption erfahren. Obwohl zum deutsch- und polnischsprachigen Frauenkrimi als Subgenre der Krimiliteratur bereits einzelne Artikel vorliegen (z.B. für den deutschsprachigen Raum: Frizzoni 1999 zum Frauenkrimi der 1980er und 1990er Jahre und 2009 zu Geschlechterpositionen, Tielinen 2004 und 2005 zum Phänomen, jüngst Stewart 2016; für die polnischen Frauenkrimis vgl. Darska 2013), erweist sich das Genre aber bis heute als vergleichsweise unscharf. Während der Untertitel ‚Frauenkrimi‘ sich bei den Verlagen inzwischen etabliert hat, fehlt es aus literaturwissenschaftlicher Sicht an einem Überblick über Genremerkmale ebenso wie an Überlegungen zu methodischen Zugängen, die sich für die Analyse des Frauenkrimis besonders eignen. Das dringendste wissenschaftliche Ziel des Projektes besteht deshalb erstens darin, das Genre in seinen verschiedenen inhaltlichen Ausprägungen (Themen, Figuren, Räume usw.) und seiner Literarizität zu umreißen, um so grundlegende Forschungsergebnisse zur feminine crime fiction zu präsentieren. Herauszuarbeiten sind vor allem die Merkmale, die den Frauenkrimi von anderen Subgenres der Krimiliteratur abgrenzen. Es geht aber auch um eine kritische Reflexion der ‚Subgenrefizierung‘ der Kriminalliteratur.

Über den Begriff der Frau rücken zweitens Genderüberlegungen in den Fokus. Die (wenigen) Forschungsbeiträge zu dem Thema stellen heraus, dass sich aufgrund der sich ändernden Geschlechterbeziehungen in den 1960er und 1970er Jahren auch die Geschlechterrollen in der Krimiliteratur geändert bzw. modifiziert haben. Seit den späten 1980er Jahren lässt sich – gekoppelt an die feministischen und emanzipatorischen Bewegungen – vom Subgenre Frauenkrimi im deutschsprachigen Raum sprechen. Ziel von Tagung und Sammelband soll es sein, dezidiert die weiblichen Akteure in den Frauenkrimis seit den 1980er Jahren in den Blick zu nehmen, die als AutorInnen einerseits und als ErmittlerInnen, TäterInnen und Opfer andererseits Schlüsselrollen besetzen. Durch die Ermittlungssituation – die Frau als Detektivin bzw. Polizistin – gelingt es dem Genre beispielsweise, mit Krimi-Konventionen zu brechen (beispielsweise in Bezug auf den hardboiled-Krimi) bzw. innovative Impulse zu setzen: Die Krimis konstruieren unterschiedliche Typen von weiblichen Ermittlerfiguren, die ebenfalls unter Genderaspekten zu analysieren sind.

Drittens liegt das wissenschaftliche Interesse auf dem deutsch-polnischen Vergleich: Es soll herausgearbeitet werden, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede deutsch- und polnischsprachige Frauenkrimis auf verschiedenen Ebenen aufweisen: Die einzelnen Romane fokussieren über den Kriminalfall häufig konkrete gesellschaftliche Missstände, die im Frauenkrimi in der Regel mit dem Blick auf die (auch national konnotierte) Konstruktion von Geschlechter- bzw. Frauenrollen in Verbindung stehen. So vertreten Frauenkrimis der 1980er Jahre häufig eine feministische Perspektive und verweisen so auf gesellschaftliche Debatten, die außerhalb der Literatur geführt werden. Dadurch, dass der Krimi-Plot Genderaspekte in einem begrenzten Raum und sozialem Milieu vorführen, eignet sich die Analyse von Werken der feminine crime fiction in besonderem Maße, um problematische Machtstrukturen und Rollenzuweisungen zu hinterfragen. Der Vergleich von deutsch- und polnischsprachigen Krimis ermöglicht die Reflexion über soziale und politische Wertesysteme, auf die die Krimis jeweils referieren bzw. für die die Krimis sensibilisieren (sollen). Die Werkanalysen (bspw. Katarzyna Bonda, Katarzyna Puzyńska, Marta Guzowska, Gaja Grzegorzewska, Anna Kłodzińska, Joanna Chmielewska – Polen, Merle Kröger, Nele Neuhaus, Doris Gercke, Anne Chaplet, Irene Rodrian, Christine Grän, Ingrid Noll, Pieke Biermann, Ellen Gaber oder auch Richard Hey – Deutschland) ermöglichen daneben auch die Reflexion über spezifische genretypische Schreibweisen (z.B. Spannungsaufbau und Wirkungsästhetik).

Auf einige wenige mögliche Untersuchungspunkte gebracht hieße das, sich auf Antwortsuche nach z.B. folgenden Fragen zu begeben: Wodurch charakterisiert sich der Frauenkrimi? Wendet er sich nur an weibliche Leser? Und wozu benötigt man überhaupt solche gattungsinternen Ausdifferenzierungskategorien, die eine Art Ghettoisierung der Literatur auslösen? Dürfen in ihm nur Frauen als Ermittlerin bzw. Opfer bzw. Täter auftreten? Ist ein Frauenkrimi gleich ein feministischer oder genderorientierter Krimi? Vermitteln die Frauenkrimis zwischen den Geschlechtern oder konstruieren sie Unterschiede? Reflektieren die Frauenkrimis das Thema ‚Frau‘ selbst, indem sie beispielsweise Themen wie Sexismus und Diskriminierung zur Sprache bringen? Welche gesellschaftlichen Debatten greifen die deutsch- und polnischsprachigen Frauenkrimis auf? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es bei den Frauenkrimis aus Polen und dem deutschsprachigen Raum im Vergleich?

Im Rahmen des von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung (DPWS) mitfinanzierten Projektes „Deutsche und polnische Frauenkrimis im Vergleich“ (Universität Zielona Góra und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) wird vom 19. bis 21. Mai 2022 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) eine themenbezogene deutsch-polnische Tagung stattfinden. Die vorgestellten Beiträge werden dann in einem Sammelband eines renommierten deutschen Wissenschaftsverlags veröffentlicht. Von den Organisatoren werden die Übernachtungs- und Verpflegungskosten übernommen. Ihre Themenvorschl­äge (Abstract nicht mehr als 200 Wörter) schicken Sie bitte bis Ende Dezember 2021 jeweils an Maike Schmidt (mschmidt@ndl-medien.uni-kiel.de) und Wolfgang Brylla (w.brylla@ifg.uz.zgora.pl).

 

Tagung: Krankheit und Gesundheit in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur - am 7. und 8. Oktober über Zoom

Universität Göteborg

Leitung: Linda Karlsson Hammarfelt, Edgar Platen, Petra Platen

Zum Programm

 

"Neue Prosa 2020/21" - Preisverleihung am 15. Juli um 20 Uhr im Literaturhaus SH

Zum vierten Mal wird der mit 2.500 Euro dotierte und von Dr. Norbert Klause gestiftete Preis „Neue Prosa“ verliehen, der für Autoren und Autorinnen mit biographischem Hintergrund in Schleswig-Holstein vom Literaturhaus SH mit Unterstützung durch dasInstitut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der CAU Kiel ausgeschrieben war. Unter über 130 anonymisierten Einsendungen von Prosatexten bis zu 20 Seiten entschied sich die Jury des zweijährlich vergebenen Preises für den Beitrag „Der Pyrrhussieg“ von Hauke Lindstädt. Ehemalige PreisträgerInnen sind 2014 Svenja Leiber, 2016 Daniel Smilovski und 2018 Zara Zerbe.

Hauke Lindstädt, 1992 in Kiel geboren und aufgewachsen, zog es nach dem Abitur nach Köln, wo er zwischen 2014 und 2016 als Texter einer Werbeagentur arbeitete. Im Jahr 2017 kehrte er zurück in seine Heimatstadt, wo er Empirische Sprachwissenschaft und Deutsch studierte. Derzeit lebt er wieder in Köln, wo er sein Masterstudium der Linguistik aufgenommen hat. Nebenbei ist er als freier Texter tätig und schreibt auch literarische Texte – manchmal Kurzgeschichten, selten Romane ( „Beifahrer“, 2017, noch unveröffentlicht).

Bei der Preisverleihung im Literaturhaus wird der Stifter Dr. Norbert Klause den Preis feierlich an Hauke Lindstädt übergeben. Die Laudatio auf den Preisträger hält die NDR-Kulturredakteurin und Jurymitglied Svenja Lanz.

Die weiteren Mitglieder der Jury waren die Literaturredakteurin der Kieler Nachrichten Ruth Bender, der Geschäftsführer des Wachholtz Verlages Olaf Irlenkäuser, der schleswig-holsteinische Schriftsteller Jochen Missfeldt und die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien der CAU Kiel Dr. Maike Schmidt.

Zur Ankündigung

 

Europäisches Festival des Debütromans

Das 19. Europäische Festival  des Debütromans wird vom 3. - 6. Juni 2021 in hybrider Form stattfinden, da nicht alle AutorInnen einreisen können. Es werden AutorInnen und VerlagsvertreterInnen aus 14 verschiedenen Ländern daran teilnehmen. Bei den beiden Lesefesten am Donnerstag- und Freitagabend präsentieren die AutorInnen ihre Debütromane in Originalsprache. Die deutschen Textpassagen werden von SchauspielerInnen vorgetragen. Bei der dreitägigen Fachtagung werden die AutorInnen, ihre Begleitungen sowie ihren VerlegerInnen und das Fachpublikum sich nicht allein über die Romane und Verlage austauschen, sondern in Workshops und Diskussionen auch über die Besonderheiten des Debütromans als Einstieg ins Schriftstellerdasein und den Literaturbetrieb diskutieren. Insbesondere wird der Frage nachgegangen werden, wie es nach dem Debütroman weitergehen kann.

Die Lesefeste werden ausschließlich kostenlos als Live-Stream auf der folgenden Seite zu sehen sein. Eine Präsenz des Publikums ist im Literaturhaus aufgrund der aktuellen Verordnungen nicht möglich. Somit ist die Präsenz-Teilnahme an der Fachtagung nur den TeilnehmerInnen sowie dem Fachpublikum vorbehalten.

Zur Ankündigung

Programm

 

DINGS 2021 (Digitale INternationale Germanistische Studierendentagung, 24./25.04.2021)

 

Jury vergibt Literaturpreis „Neue Prosa 2020/21“ an Hauke Lindstädt

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der CAU Kiel wurde im Oktober 2020 zum vierten Mal vom Literaturhaus S-H der Literaturpreis „Neue Prosa“ ausgeschrieben. An der Ausschreibung 2020 nahmen über 130 Bewerber*innen teil. Aus den anonymisierten Einsendungen, in der sich das literarische Schaffen von Schriftsteller*innen aus Schleswig-Holstein in einer erstaunlichen Vielfalt und qualitativ hochwertigen Breite zeigte, ermittelte die Jury nun den Preisträger. Der Preis geht an den Beitrag „Der Pyrrhussieg“ von Hauke Lindstädt. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird von Dr. Norbert Klause gestiftet. 

 

Lebenslauf

 

 
Artikelaktionen

Projekte

Projekte

1.     Habilitationsprojekt: Die Literatur nach der Postmoderne [Arbeitstitel]

Die Diskussion um die Frage, ob die aktuelle deutschsprachige Literatur unter neuen ästhetisch-stilistischen Merkmalen zu verstehen ist, sich also einer neuen Stilepoche zugerechnet lässt, führen Literaturwissenschaftler im deutschsprachen Raum bereits seit 1998, ohne dass bisher ein Konsens erzielt werden konnte. Zu stark weichen die Diagnosen über den Stand der Gegenwartsliteratur voneinander ab, zu verschiedenartig erscheint sie sowohl thematisch als auch ästhetisch. Das Habilitationsprojekt stellt die These auf, dass sich die Gegenwartsliteratur nicht länger in die Stilepoche der Postmoderne einordnen lässt, sondern sich von den genuin postmodernen Schreibweisen unterscheidet und damit eine ‚Literatur nach der Postmoderne‘ begründet. Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die ästhetischen Schreibweisen der Literatur des 21. Jahrhunderts zu analysieren und zu systematisieren.

 

2.      DFG-Netzwerk „Dynamiken interkultureller Begegnungen“

Das geplante internationale wissenschaftliche Netzwerk möchte mittels seiner interdisziplinären Ausrichtung die bisher in der Wissenschaft kaum verbundenen methodischen und konzeptuellen Zugänge zur Erforschung interkultureller Kontakte vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart in Verbindung bringen und anhand konkreter Fallstudien die Möglichkeiten ihrer Verknüpfung prüfen, um so innovative Perspektiven für die interdisziplinäre Erforschung kultureller Kontakte zu entwickeln. Im Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit des Netzwerks, in dem sowohl Kultur als auch Kulturkontakt als begriffliche Konstruktionen mit bisweilen vielfältigen Konnotationen verstanden werden, stehen dabei die Akteure: „Getroffen" bezieht sich auf Begegnungen von Menschen, die sich unterschiedlichen kulturellen Kontexten zugehörig fühlen oder diesen zugeordnet werden, an Differenzierungs- oder Annäherungsprozessen beteiligt sind und Begegnungen in jeweils besonderer Weise erleben und repräsentieren. Neben diesen Akteuren erster Ebene nimmt das Netzwerk aber auch die Wissenschaftlerinnen als Akteure in den Blick: „Getroffen" verweist hier im Sinne einer 'treffenden1 Beschreibung auf die Ebene der wissenschaftlichen Untersuchung von Begegnungssituationen und damit auf die Rolle der Wissenschaft und ihrer konzeptuellen und methodischen Zugänge bei der Konstruktion und Interpretation von Kulturkontakten. Kulturelle Kontakte zeichnen sich sowohl durch Momente der Annäherung als auch durch solche der Distanzierung aus, sodass das Netzwerk mithilfe der Dialektik von Nähe und Distanz als übergreifendem Interpretament Erfahrungen, Aussagen und Kontaktmodelle der Akteure beider Ebenen aus unterschiedlichen Disziplinen zu systematisieren versucht. Auf diese Weise soll die in der Forschung oft stark betonte Konflikthaftigkeit kultureller Kontakte um ihr ebenfalls existentes Gegenüber, die Suche und Erfahrung von Nähe, erweitert werden. Um die Dynamik der Kontakte in ihrer Komplexität erforschen zu können, sollen auf einer darunterliegenden Stufe Orte und Spuren von Begegnungen als zentrale Analyse- und Vergleichskategorien verstanden werden, die im interdisziplinären Rahmen helfen, das Verhältnis von Nähe und Distanz aller beteiligten Akteure zu bestimmen: Untersucht werden sollen zum einen die Konstruktionen - imaginierter und handlungsbeeinflussender - (Zeit-)Räume, an denen die Akteure beteiligt sind und in denen sie sich und „die Anderen" verorten. Zum anderen konzentriert sich die Arbeit auf die Spuren, die alle Beteiligten in den Be- und Verarbeitungsprozessen der Begegnungserfahrungen in unterschiedlichsten medialen Formen hinterlassen. Wegen ihres unterschiedlichen Schwerpunktes auf empirischen oder philosophisch-theoretischen Fragen können die im Netzwerk vertretenen Disziplinen einander in der Untersuchung der zwei genannten Ebenen gewinnbringend ergänzen.

Gremien

  • Mitglied im Konvent der Philosophischen Fakultät der CAU
  • Mitglied im Haushalts- und Planungsausschuss der Philosophischen Fakultät der CAU