Eine Konferenz des Fachbereichs Medienwissenschaft des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Internationalen Meeresfilmfestival CINEMARE Kiel

23.–25. Oktober 2019

Neben seiner langen kulturhistorischen Vorgeschichte in Literatur, Kunst und Musik gehört das Meer auch zu den ältesten Motiven des Spiel- und Dokumentarfilms. Als Projektions­fläche kultureller Phanta­sien, Spielfeld filmtechnischer Entwicklungen und Spiegel na­tur­wissenschaft­licher Erkennt­nisse birgt es einen schier unendlichen Reichtum poten­zieller symbolischer, narrativer, ästheti­scher und soziokultureller Funktionen für die audiovi­suellen Medien.

Ziel der Konferenz „Screening the Sea: Die audiovisuellen Medien und das Meer“ ist es, in die kultur­histori­schen Tiefen des Meeres analytisch einzutauchen und zentrale Dar­stel­lungs­wei­sen, Inter­pretatio­nen und Ideologisierungen des Meeres im Film und in anderen audiovi­suellen Medien interdisziplinär zu diskutieren.

Die diesjährige Konferenz „Screening the Sea“, die als Auftakt einer Reihe regelmäßig statt­fin­den­der Veranstaltun­gen konzipiert ist, widmet sich in sechs Panels einem breiten Spek­trum an Themenfel­dern. Es wird dabei u.a. um die Ästhetiken und medientechni­schen Aus­druckspotenziale des Meeres­films, um audiovisuelle Szenarien der glück­lichen und unglücklichen Schiffs­reise – vom „Traumschiff“ über die Robinsonade bis hin zum Un­tergang der Titanic –, um Fra­gen der Instrumen­talisierbarkeit von Filmclips für Natur­schutz und Na­tur­wissenschaft und um die kulturhistori­sche Konzeptualisie­rung semantischer Muster des Meeresfilms gehen. Er­gänzt wird die thematische Viel­falt durch Beiträge zu transmedialen Darstellungsformen und dem Einfluss der Digi­ta­li­sie­rung. In diesem Zusammenhang steht auch die VR-Installation „Inner Space“, die einen Tauchgang in die Tiefsee simuliert. Den Abschluss bildet eine medienkriti­sche Auseinander­set­zung mit internationalen sozialpolitischen Problematiken, die – wie die Flüchtlingskrise – auf dem Meer sichtbar wer­den.

Die Konferenz wird durchgeführt vom Fachbereich Medienwissenschaft des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vertreten durch Prof. Dr. Markus Kuhn in Zusammenarbeit mit Sandra Ludwig und Martin Ramm, unter­stützt durch Sina Göing und Kerstin Schöneich. Die Konferenz fin­det in Koo­pe­ra­tion mit dem Internationalen Meeresfilm­festival CINEMARE Kiel statt und wird durch Kiel Marine Science (KMS) sowie Campus Suite gefördert. Ange­sichts des dramatisch fortschreitenden Verbrauchs natür­licher Ressourcen und der massiven Gefähr­dung der Meere durch Plastikmüll ist es den Veranstal­tern ein zentrales Anliegen, die Konfe­renz nachhaltig zu gestalten.

Das Konferenzprogramm wird bereichert durch zwei zusätzliche Filmscreenings der Dokumentationen „Ghost Fleet“ (USA 2019, R: Shannon Service / Jeffrey Waldron) und „Sea of Shadows“ (A 2019, R: Richard Ladkani), die gemeinsam von „Screening the Sea“ und CINEMARE veranstaltet werden. Im Anschluss an die Sichtung von „Ghost Fleet“ am Donnerstagabend findet zudem eine Publikumsdiskussion mit den Seerechtsexpert*innen Prof. Dr. Nele Matz-Lück und Erik van Doorn (beide Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht, CAU zu Kiel) sowie Prof. Dr. Markus Kuhn und Sandra Ludwig (beide Medienwissenschaft, CAU zu Kiel) statt.

 

 

Datum:

23.–25. Oktober 2019

 

Veranstaltungsort:

Kitz – Kieler Innovations- und Technologiezentrum

Schauenburgerstraße 116

24118 Kiel

 

Anmeldung:

Der Eintritt zur Konferenz ist kostenlos, dennoch wird um Anmeldung per E-Mail gebeten. Schicken Sie dazu bitte ihre Kontaktdetails, bestehend aus Name, ggf. institutioneller Anbindung und E-Mail-Adresse, an: screeningthesea@ndl-medien.uni-kiel.de.

 

 

 

Das Konferenzprogramm finden Sie  hier...
Das Plakat zur Konferenz finden Sie hier...
Die Abstracts der Referent*innen können hier eingesehen werden

 

Informationen zu  Anreise und Unterkunft